Influencer-Betrug – Mehr Schein als Sein in den sozialen Medien

Die Macht und Popularität sozialer Medien ermöglicht es jedem, eine öffentlich zugängliche Persönlichkeit mit Fangemeinde aufzubauen und als Multiplikator für Marken und deren Inhalten zu dienen. Influencer-Marketing ist unglaublich leistungsstark. Wenn Sie den Pool der Fans eines Influencers nutzen wollen, stellen Sie sicher, dass dieser tatsächlich zu bieten hat, was die Anzahl der Follower verspricht. Social-Media-Kanäle wuchsen in den letzten zehn Jahren zu den wichtigsten Instrumenten im Marketing heran. Trotz ihrer Wirksamkeit steht die Branche unter strenger Beobachtung. Das Tolle an Social Media ist, dass jeder alles werden kann. Das Schlimme - zumindest aus der Sicht einer Marke - ist, dass nicht existiert, für was diese abkassiert wurde. Es ist zwingend notwendig zu unterscheiden, welche Influencer authentisches Engagement bieten und welche betrügen.

Influencer-Betrug: Verschiedene Formen des Betrugs
Beim Follower-Fraud greifen die Betrüger auf Dienste zurück. Die bieten zum Beispiel 1.000 Instagram-Follower für knapp 15 Euro an. Beim Engagement-Fraud kaufen sich die Influencer Kommentare und Likes für ihre Posts, die in der Regel von einer Software erstellt werden. Die dritte Form sind sogenannte Fake-Interests. Das geschieht indem der Influencer etwas zu einem Thema postet, das nichts mit den eigentlichen Interessen seiner Follower zu tun hat, um einen Markenmanager zu täuschen. Darüber hinaus gibt es gefälschte Konten, deren Besitzer nur vorgibt jemand zu sein. Alle Betrugsformen verursachen eine schlechte Performance bei den beworbenen Marken.

Influencer-Betrug: Erschütterndes Ausmaß
Wenn Ihre Marke mit bezahlten Online-Influencern zusammenarbeitet, sind Sie hoffentlich mit einem der größten Risikofaktoren der Technik vertraut. Influencer-Betrug ist ein Problem, das auftritt, wenn bezahlte Multiplikatoren keine sind, sondern künstlich aufgeblähte Follower-Zahlen verwenden. Sie wollen Ihren Umsatz erhöhen. Das funktioniert, wenn die Influencer ihre Follower für die Marke gewinnen. Was einst nur selten vorkam, ist in den letzten Jahren explodiert. Bis hin zu dem Punkt, der heute die digitale Landschaft mit all den gefälschten Follower-Aktivitäten erschüttert. Um das Ausmaß des Problems zu verstehen, sollten Sie ein paar Zahlen kennen. Laut verschiedener Studien kommen bis zu 25 Prozent der Follower von Influencern auf mittlerer Ebene durch Betrug zustande und 50 Prozent aller Engagements für gesponserte Inhalte sind gefälscht.

Influencer-Betrug: Social Media in Not
Unabhängig davon, ob ein Influencer-Partner absichtlich mit betrügerische Praktiken arbeitet oder er ein unwissentliches Opfer der Bemühungen eines Drittanbieters ist, die Kosten für Ihr Unternehmen bleiben. Sie verschwenden Ihr kostbares Budget für Fake-Anhänger. Selbst wenn Sie nichts für die Social-Media-Stars zahlen, um Ihre Reichweite zu erhöhen, bedeutet es nicht, dass Sie gegen Betrug durch Influencer Marketing-Fallen immun sind. Das Ausmaß der Social-Media-Betrügereien sendet Schockwellen durch die digitale Landschaft, angefangen bei den sozialen Netzwerken selbst. Eine Untersuchung ergab, dass 15 Prozent der Twitter-Nutzer automatisierte Konten waren, dazu bestimmt, echte Menschen zu simulieren. Twitter reagierte darauf mit einer großen Säuberung und löschte Millionen Konten. Diese Aktion führte zu signifikanten Rückgängen der Followerzahlen vieler großer Influencer.

Influencer-Betrug: Folgen für die Verwerter
Für Content-Vermarkter sind die Folgen eines solchen Massenexodus katastrophal. Sie sind das erste ökonomische Opfer mit Millionenverlusten und leiden unter den damit verbundenen Imageverlusten. Die fragile Natur des Social-Media-Marketings wird hierbei ebenfalls als Problem wahrgenommen. Wenn diese Kanäle unerwartet ihre Regeln ändern, kann alles was Sie über diese Plattform aufbauten unwiederbringlich verloren gehen. Angesichts dieser Gefahr ist es ratsam das Publikum auf Kanälen aufzubauen, die einem gehören.

Influencer-Betrug: Können Marken das Problem angehen?
Wenn das Vertrauen der Verbraucher in Social Media im freien Fall bleibt, könnte die Marke mit nach unten gezogen werden? Nicht, wenn Unternehmen wie Unilever sich zur Wehr setzen. Die gaben im vergangenen Jahr mehr als neun Milliarden Dollar für die Vermarktung ihrer zahlreichen Marken aus. Der Konzern will nun gegen Betrug vorgehen. Zukünftig verbietet er seinen Influencern, sich Follower zu kaufen oder andere irreführende Mittel zu nutzen, um ihre Rankings aufzublasen. Ergänzend setzt sich Unilever für eine Reform von Social Media aus und fordert eine stärkere Messung und Überwachung.

Influencer-Betrug: Kampf gegen Bots mit Bots
Was tun, wenn Sich das Problem mit den Bot-Anhänger nicht lösen lässt? Am besten die Technologie nutzen, die Bots ermöglicht. Die Idee virtuelle Influencer zu programmieren nimmt zunehmend Gestalt an. Das Prinzip dabei, virtuelle Personen werden so programmiert, dass sie wie reale interagieren. Von KI gesteuerte virtuelle Influencer sind eine recht interessante Alternative. Im Gegensatz zu realen Personen, werden Sie unter keinen Umständen abtrünnig.

Influencer-Betrug: Erkennen, aber wie?
Alles in der sozialen Welt kann gefälscht werden, was bedeutet, dass Marken ausgebeutet werden. Abgesehen von Influencer, werden betrügerische soziale Taktiken von Prominenten, Organisationen und sogar globalen Unternehmen eingesetzt. In einer Welt, in der Maschinen menschliche Emotionen simulieren und ein lustiges Tier, wie ein bekleideter Mops, Tausende von Euro pro Instagram-Post verdienen kann, müssen Regeln her. Markenmanager müssen erkennen können, welche Influencer authentisches Engagement bieten und welche mit betrügerischen Mitteln arbeiten? Es braucht eine Methodik, um die Authentizität und den Wert von Influencern zuverlässig zu bestimmen.

Influencer-Betrug: Bots erkennen
Bot-Antworten enthalten unspezifische und typischerweise vage oder allgemeine Aussagen. Achten Sie auf Kommentare wie "Das ist fantastisch" und "tolles Bild". Tatsächliche Interaktion mit echten Nutzern beziehen sich in der Regel spezifisch auf den veröffentlichten Inhalt. Erscheinen die Kommentare zu den Beiträgen des Influencers wie Spam? Erscheinen sie unsinnig? Wenn ja, sind das vermutlich Spam-Kommentare von Bots.

Influencer-Betrug: Echte von falschen Konten unterscheiden
Verschiedene eindeutige Details zu Konten helfen dabei, zu erkennen, ob ein Influencer ein authentisches Konto mit einer legitimen Anhängerschaft hat. Es gibt ebenso deutliche Hinweise, wenn ein Konto gefälscht, Follower gekauft oder Inhalte gestohlenen wurden. Es gibt Zeichen zu Verifizierung der Kontobesitzer, zum Beispiel in Form eines blauen Symbols mit weißem Häkchen.. Das Alter eines Kontos und dessen Entwicklung der Anhängerschaft ist ein ebenso wichtiger Hinweis.

Influencer-Betrug: Softwarelösung
Erfreulicherweise erkennt eine neue Software Anomalien in einer Zielgruppe. Sie zeigt, die Follower-Zahl ist kein relevanter Faktor beim Identifizieren eines passenden Influencers für Ihre Marke. Aber was ist relevant? Die Bindungsrate ist die einzige Maßnahme, die hilft festzustellen, ob ein Influencer einen "echten" Einfluss hat. Es gab bislang keine Software, die diesen Wert verfolgte, bis Social Chain eine schuf. Like-Wise ist ihr Name.

Influencer-Betrug: Social Chain entwickelte Betrugserkennungs-Tool
Mit dem Tool ermöglicht Einblicke, in die historischen Vorlieben, Ansichten und Kommentare eines Influencers. Der CEO von Social Chain, Steven Bartlett, sagte dazu: "Die Ergebnisse, die wir nach dem Scannen von 10.000 Influencern sahen, machten mir eine  Gänsehaut." Das neue Tool Like-Wise von Social Chain macht den Influencer-Betrug deutlich sichtbar. Mit ihm erkennen Markenbesitzer Fake-Follower. Diese Software wird die Branche bereinigen und neues Vertrauen in die Werbeausgaben für Influencer schaffen.

Resch Datenschutz – Experten für DSGVO und Expertise im Datenschutz

Wenn Sie Fragen zum Influencer-Betrug oder allgemein zum Datenschutz haben, rufen Sie an unter 030 885 9770, oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten dann eine kostenlose erste Einschätzung Ihres Falles.