Was Vereine bei DSGVO-Abmahnungen tun können?

Theoretisch können Anwälte Vereine bei Verstößen gegen die DSGVO abmahnen. Deshalb sollten Vereine die für jedermann einsehbaren Punkte wie die Vereinswebsite und die dort hinterlegten Dokumente als erstes ändern, damit keine Abmahnung erfolgt.

Konsequenzen bei Verstößen gegen DSGVO für Vereine
Die Bußgelder, die nach der DSGVO verhängt werden dürfen, sind hoch. Die Sanktionen richten sich aber vor allem gegen große Konzerne und nicht gegen Vereine. Vereine sollten sich von diesen Summen nicht in Panik versetzen lassen. Wenn Vereine nicht gerade massiv und vorsätzlich gegen die Vorschriften verstoßen, werden die Datenschutzbehörden wohl, wenn überhaupt, nur geringe Bußgelder gegen den Verein verhängen.

DSGVO-Abmahnwelle kann auch Vereine betreffen
Für Vereine könnten Verstöße allerdings trotzdem teuer werden. Denn selbst wenn die Datenschutzbehörden bei Vereinen ein Auge zudrücken, können Konkurrenz-Unternehmen oder andere "Marktteilnehmer" Abmahnungen schicken und die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Erstattung der Anwaltskosten verlangen.

Wie können Vereine DSGVO-Abmahnungen verhindern?
Jeder Verein sollte sich deshalb vor Augen führen in welchen Bereichen personenbezogen Daten verarbeitet werden und welche Prozesse damit in Verbindung stehen. Die DSGVO bringt einige Neuerungen für Vereine im Umgang mit den Daten der Mitglieder. Die erforderlichen Maßnahmen sollten durch den Verein getroffen und Aufgaben gegebenenfalls neu verteilt werden.

Maßnahmen, die Vereine ergreifen können, um DSGVO-Abmahnungen zu verhindern
Insbesondere ist die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten durch den Verein, die Überprüfung von Einwilligungserklärungen und das Anlegen eines Verfahrensverzeichnisses sowie die Sicherung der Rechte der Betroffenen umzusetzen. So kann sich der Verein vor Abmahnungen schützen.

Website des Vereins sollte der DSGVO angepasst werden
Zusätzlich sollte ein besonderes Augenmerk auch auf die Internetseite des Vereins gelegt werden. Denn die DSGVO verlangt auch dort bei Vereinen umfangreiche Anpassungen, insbesondere im Rahmen der Datenschutzerklärung sowie der Einholung von Einwilligungen, z.B. für einen Newsletter.

Bei DSGVO-Abmahnung Anwalt kontaktieren
Wenn ein Verein eine Abmahnung bekommt, sollte er auf keinen Fall vorschnell bezahlen und die mitgeschickte Unterlassungserklärung unterschreiben. Der Verein sollte Hilfe bei einem Anwalt suchen. Denn nicht alle Abmahnungen sind rechtmäßig und die geforderten Beträge häufig extrem hoch angesetzt.

Resch Datenschutz – Experten für DSGVO
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